gepflegte Hysterie & feministischer Diskurs #reclaimhysteria

Girl Crush: Bianca Jankovska

Girl Crush: Bianca Jankovska

Dieser Artikel ist Teil unserer Serie Girl Crush, in der wir Frauen* vorstellen, die uns inspirieren, faszinieren, motivieren und ganz grundsätzlich gut tun. Wir wollen damit noch mehr weibliche Vorbilder sichtbar machen, und aktiv dem Klischee entgegenwirken, dass sich Frauen angeblich nicht gegenseitig stärken.


(C) Melanie Ziggel

(C) Melanie Ziggel

Bianca Jankovska

Heute hat Wepsert die Ehre, mit Bianca Jankovska und Yasmine M’Barek in der Fahimi Bar am Kotti in Berlin Texte über Internetpräsenz zu lesen. Wir haben uns über das Betterblogs-Netzwerk kennengelernt, das einen Gegenpol setzen will zu den vielen kapitalisierten Lifestyle-Blogs im Internet.

Bianca ist freie Journalistin, kommt aus Wien, hat dort Publizistik und Politikwissenschaft studiert. Seitdem lebt sie in Berlin und arbeitet für verschiedene Zeitungen und Medienformate, als Dozentin an der Uni und nebenbei betreibt sie noch ihren medien- und machtkritischen Blog groschenphilosophin.at, mit dem sie auch auf Instagram vertreten ist. Uuuund diesen Herbst ist ihr erstes Buch bei Rohwolt rausgekommen:„Das Millenial-Manifest“. Ich könnte viel darüber schreiben was ich an ihren Texten mag, ihre Direktheit und Ehrlichkeit und eine sensible Genauigkeit, die mich beim Lesen unerwartet trifft. Ich habe mich nie als Millenial gedacht, aber in Biancas Texten finde ich mich an vielen Stellen dann doch so oft wieder, dass ich das vielleicht nochmal überdenken sollte. Hier ein Ausschnitt aus ihrer Bio:


“Statt Bücher über das vermeintliche Finden des „Traummanns“ hätte sie als Teenager gerne welche über das Abstecken der eigenen Grenzen gelesen. Genau deshalb schreibt Jankovska heute am liebsten über Machtstrukturen und persönliche Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt, das Leben als Neo-Selbstständige zwischen den Städten und dieses Internet.”

Was ich toll an ihr finde:

Bianca hat eine unglaublich starke Präsenz, sie tritt sehr selbstbewusst und bestimmt auf, ohne sich aufzudrängen. In ihrem Buch beschreibt sie an einer Stelle, dass sie als selbstbewusst auftretende Frau oft angeeckt hat im Arbeitsmarkt: dass ich mich «doch einfach nur zurücknehmen müsse», dass ich «nicht immer so dramatisch und energisch» sein solle. Hier trifft sie einen feministischen Grundnerv. Ihrem Buch könnte ich einen eigenen Artikel widmen so viel steckt da drin, marxistische Marktkritik, eine liebevolle und gleichzeitig scharfe Analyse millenialer Versuche Liebe zu finden, viel Biografisches und auch Lustiges.

Was ich gerne von ihr lernen möchte:

Ihre selbstbewusste Art, ihr breites Wissen, ihre Energie und ihr Weg mit Wut umzugehen: nämlich produktiv, das Schreiben als Ventil. Kein Blatt vor den Mund nehmen und seine eigenen Grenzen respektieren. Sich nicht unterordnen nur um nicht anzuecken. Sich nicht ungerecht behandeln lassen. Wow.

Mein Lieblingszitat von Bianca:

Das Private ist Beruflich.

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