9A Enid Coleslaw

9A Enid Coleslaw

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Rebecca: Oh, face it, you just hate every single guy on the face of the earth.
Enid: That’s not true. I just hate all these extroverted, obnoxious, pseudo-bohemian losers.

Man muss Enid einfach lieben! Die weibliche Hauptfigur des Graphic Novels Ghost World und seiner Verfilmung ist arrogant, sarkastisch, pseudo-intellektuell und von allem genervt. Ihr spleeniger Style, ihre hyper-individuellen Interessengebiete und ihre Anti-Haltung haben sie seit den 90er-Jahren zu einem Idol der alternativen Szene werden lassen.

Guckt euch diesen Trailer an! 

Enid beendet die High School schlecht gelaunt und mit null Bock auf alles, was anstrengend ist, z.B. Zukunft. Schule, Gleichaltrige, Lehrer, Eltern, Normalos – alles ist eine Zumutung. Allein mit ihrer besten Freundin Rebecca Doppelmeyer lässt es sich aushalten. Zu zweit kotzen sie kräftig ab über die amerikanische Stadt, in der sie notgedrungen abhängen müssen. 

In der grandios besetzten Verfilmung (Thora Birch als Enid, Scarlett Johansson als Rebecca, Steve Buscemi als Seymour) entwickelt sich eine Freundschaft zwischen Enid und dem Mid-Life-Misanthropen Seymour, da beide Fans alter Blues-Musik sind. Rebeccas und Enids Freundschaft leidet, als die beiden ihre ersten Schritte ins Erwachsenenleben machen.

  • Stärke: 3/5
  • Ausdauer: 0/5

  • Superkräfte: 0/5

  • Coolness: 5/5

Kategorie: Nerds & Streberinnen

Beschreibung: Enid, die mit ihrem Vater und seiner neuen Frau (die natürlich fürchterlich ist) zusammenlebt, schafft sich ihre eigene Welt, die aus Pop- und Subkultur-Versatzstücken zusammensetzt. Bunte Haare und Klamotten, jeden Tag einen anderen Style. Klar, dass sie damit in ihrer High School auffällt. Sie fällt aus der Masse raus. Aber auch den Versuch ihrer exzentrischen Kunstlehrerin, ihre Kreativität zu fördern und mit ihr zu fraternisieren, blockt sie ab. Whatever ist die vorherrschende Haltung; Enid ist Slackerin. Was sich ihr darbietet, erfährt Spott – Enid hat ihre kleine Welt durchschaut und kann mit all den Wünschen und Anforderungen, die an sie herangetragen werden, nichts anfangen. Was sie mag, weiß sie dagegen genau – und durch die Freundschaft mit dem viele Jahre älteren Seymour findet sie  schließlich heraus, wie sie ihr Leben gestalten will. 

Enid steht stellvertretend für hellsichtige Teenager, die gesellschaftliche Absurditäten anprangern, die zuerst einmal wissen, was sie nicht wollen und etwas Zeit brauchen, ihr Leben bewusst und konstruktiv zu gestalten. Sie bringt den Mut auf, erst einmal zu allem, was andere ihr unterschieben wollen, deutlich Nein zu sagen und stattdessen ihre eigenen Interessen zu verfolgen – egal, wie komisch sie andere ansehen, wie schwer es ist, Mitstreiter für den eigenen Lebensstil zu finden. Enid zieht es durch, sie braucht eben so lang, wie sie braucht, um ihren Weg zu finden.

Enid lässt sich nicht korrumpieren, egal wie widrig die Umstände (High School!). Damit darf sie als jugendliche Galionsfigur aller alternativen Lebensentwürfe gelten. Sie ist (früh-)reif und kann mit Menschen unterschiedlichen Alters Freundschaften führen. Letztlich schafft sie es, sich ihrer einengenden Situation zu entziehen und beweist so Kraft und Emanzipationsvermögen.

Kampfkünste: Eloquenz, Ironie
Stärken: Intelligenz, Individualität
Kryptonit: ihre BFF verlieren
Special Features: Catwoman-Maske
 

Kategorie 8: Nerds & Streberinnen

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